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May 8, 2015

Fotoshooting in Boston

Es ist schwer in Worte zufassen, was ich eigentlich schreiben wollte, denn sobald ich die Bilder sehe kommen so viele Emotionen hoch, dass ich gar nicht so richtig weiss wo anfangen. 

Eine Freundin fragte auf Facebook an, wer nicht Lust haette sich fuer ihr Portfolio in Boston fotografieren zu lassen. "Ich" schrieb ich gleich, als ich es gelesen hatte, denn (1. Gedanke) wir haben zwar Bilder von Boston, doch fast keins als Familie. Geht ja auch nicht, da es immer einen gibt der die Kamera bedient. Na gut, in seltenen Faellen wird man schon von netten Passanten angesprochen, ob sie denn mal ein Familienbild nehmen sollen, doch das ist eher die Ausnahme. Ausserdem (2. Gedanke) waere es etwas Besonderes zum Abschied von unserer zweiten Wunschheimat. Und (3. Gedanke) ich hatte schon einige Arbeiten von ihr gesehen und sie gefielen mir sehr gut.

Ich hatte grosses Glueck und Bine (hier gehts zur Webseite) sagte zu. Schnell war ein Termin vereinbart und so trafen wir uns vergangenem Dienstag am Common. Natuerlich verlief die Hinfahrt alles andere als gut. Mein Auto macht jetzt nicht nur komisch quietschende Geräusche, sondern steigerte sich in rütteln, schütteln, vibrieren sobald man 55 miles/hour überschritt. Im Schneckentempo auf dem Highway, welch eine Freude. Dann habe ich mich, aus welchen Gruenden auch immer (mir bis heute ein Raetsel, ehrlich!) mehrmals verfahren und das mit GPS. Ich fahre besser ohne das Teil. So kamen wir mit knapp 30 Minuten Verspätung - oh wie ich das hasse - und total verschwitzt am Treffpunkt an. Entsprechend waren auch die Jungs drauf, doch sie hatten sich zum Glueck recht schnell wieder im Griff und vor allem der Prins rannte uns immer um einiges vorneweg. 

Ich bin tief beeindruckt wie wunderbar Sabine "uns" so wie wir sind festgehalten hat. Dazu moechte ich jedoch noch erwaehnen, das ich eigentlich ziemlich unfotogen bin und von 100 gemachten Bildern wenns hoch kommt nur 2 oder 3 wirklich mag. Jedoch nicht bei ihr, da finde ich alle toll. Richtig Klasse! 

So sind wir: der kleine Loewe haengt immer an der Mama und unser Prinz ist ein Sausewind, den man nur schwer halten kann. 


Der kleine Loewe mit seinem typischen Sonnenschein-Lächeln. Dazu schrieb mal eine liebe Freundin bei uns an die Tafel "L. ist das Gold der Sonne". Mich wird dieses Bild immer daran erinnern, wie viele Versuche es brauchte, ihn überhaupt auf ein Foto zu bekommen, denn er drehte schneller sein Kopf weg, als man abdruecken konnte. Und so drehte ich mich immer irgendwie entgegengesetzt und siehe da, es wurde ein ganz tolles Bild.
Genauso wie das von meiner Mimi und mir und dem Prinzen im Hintergrund. Wir haben eine sehr innige Beziehung zueinander, lachen viel zusammen, reden ueber alles und sind irgendwie auch beste Freundinnen. Ich bin so dankbar dafür. Fuer sie. Und wie viel ich durch meine Tochter gelernt habe.


Auf diesem Esel sass schon Mimi als sie 9 Jahre war, meine Mama und Papa als sie uns zum ersten Mal hier in Boston besuchten und jetzt auch wir. Und wieder, der Kleine kuschelt und der Grosse schaut wohin er als naechstes springen kann während der Papa aufpasst, dass er nicht vom Pferd Esel stürzt.


Mein Wunsch an meinen Mann zum Muttertag dieses Jahr: dieses Bild gross ausdrucken lassen und einrahmen. Meine drei Kinder. The lights of my life. Ich liebe dieses Bild so so sehr! 
Meine Überfliegen :) - warum sind Jungs eigentlich so von Flugzeugen fasziniert?


Naschkatze. Suesser Zahn. Schoko-Maeulchen.


Ich denke dieses Bild wird gerahmt und als Erinnerungsbild an Boston ins deutsche Wohnzimmer gehängt werden.


Gott sind meine Haare lang. Und fuer alle Kinder die das sehen, nicht nachmachen! Nur wenn Erwachsene dabei sind und euch halten können. 

Hey, schau mal, noch ein Flugzeug!


Ist zwar nicht Rocky, der steht naemlich in Philadelphia verewigt, doch wir wollen mal nicht kleinlich sein. 

Geschwister beim Eisessen, wobei der kleine Loewe seine Mimi ordentlich gefüttert hat.


Liebe ist: wenn man sich nach 15 Jahren immer noch auf Parkbaenken Kuesschen gibt, egal durch wie viele Tiefen man gegangen ist. Die Hoehen sind es immer wieder Wert weiter zumachen und taeglich an der Beziehung zu arbeiten.


Wenn ihr mal in Boston seid und auch ein paar ganz tolle Fotos von Euch haben wollt, mailt Sabine ueber ihre Webseite an oder schickt ihr einfach eine Nachricht auf Facebook und wenn ihr Glueck habt, dann hat sie einen Termin frei und kann auch Euch mit richtig schönen Bildern und Eindrücken beglücken. Davon abgesehen das sie Boston wie ihre Westentasche kennt und Euch so richtig schöne Stellen zeigen kann. Es lohnt sich auf alle Fälle!

xoxo J.

October 5, 2014

Ein fabelhaft regnerischer Herbsttag in Boston

Es ist Samstag und ich treffe mich mit der liebsten Freundin in Boston. Wir haben kein Ziel sondern lassen uns treiben und geniessen das Hier und Jetzt. Begleitet werden wir dabei von einem typischen Herbstwetter mit Nieselregen, dem wir jedoch mit Regenschirmen und unseren Kameras trotzen. 

Zuerst spazieren wir im Public Garden und werden von gar neugierigen Eichhoernchen beobachtet. Sie warten darauf etwas zu bekommen, ein Stueckchen Brot oder andere Leckereien. Dabei sollten sie all die Eicheln und Kastanien die die Natur ihnen jetzt zur Verfuegung stellt fuer den Winter sammeln und verstecken. Nur wie dem Urtrieb folgen, wenn der Mensch es "besser" weiss und staendig fuettert? Schade! Oder besser Traurig!

Jedoch freuen wir uns ueber Kastanien, eine Herbstfrucht die hier leider nur selten anzutreffen ist. Wir sammeln die leuchtend rot-braunen Fruechte, halten sie in der Hand und schauen uns diese tollen Maserungen auf dieser herrlich glatten Oberflaeche an. Sie liegen gut in der Hand und im Kopf habe ich sofort Ideen, was man alles damit machen koennte. Doch zuerst will ich sie meinen Jungs zeigen, ich glaube Kastanien kennen sie noch gar nicht.


Die Herbstfaerbung ist so gut wie noch gar nicht angekommen und so war der scheinbar einzig rot gefaerbte Ahorn das Fotomotiv ueberhaupt im PG.



Die Hochhaeuser werden von Hochnebel verschluckt und irgendwie koennte ich auf der Stelle Federweisser trinken und Zwiebelkuchen essen. Wir haben festgestellt, so schoen wie der Herbst hier auch farblich sein mag in Deutschland ist er irgendwie schoener. Nicht wirklich von den Farben her, der Indian Summer ist etwas ganz spektakulaeres. Doch das ganze drum herum wie z.B. die vielen tollen Herbstfeste egal ob Weinfeste, Erntedank- oder Zwiebelfest fehlen hier einfach. 


Es war nicht der ganze Tag verregnet und so konnten wir einen Grossteil einfach ganz in Ruhe ablaufen und sind so noch ein wenig durch den Common spaziert. Etwas was ich an Boston unglaublich mag ist, das es eine sehr gruene Stadt ist. Viele kleine und grosse Parkanlagen praegen das Stadtbild, oft kuenstlerisch noch auf die eine oder andere interessante Art verschoenert. 




Wir fanden noch einen zweiten Kastanienbaum und sammelten wieder diese Herbstschoenheiten. Als ich dann abends wieder zu Hause war und sie den Jungs gezeigt habe, musste ich sie des Streites wegen ganz genau aufteilen und seit dem sind sie die Truckladungen ihrer Baufahrzeuge. Kaum zu glauben wie sehr sie sich darueber freuten und mit welchen Ideen sie damit spielen.



Zum Kaffee im Park gab es Obsttoertchen (die wir besser hinbekommen haetten *raeusper*) und einen Regenguss. Und so sassen wir unter unseren Regenschirmen, tranken das koestliche Koffein, liessen uns die Toertchen schmecken waehrend es im Ruecken nass wurde und wilde Gaense meinten wir wuerden mit ihnen teilen. Doch das tun wir nicht, sondern wir beobachten sie und erfreuen uns an dem Tag, an der Ruhe und dem friedlichen Nichtstun und daran endlich mal wieder etwas Zeit fuereinander gehabt zu haben. Zeit fuer schoene Gespraeche, fuers miteinander lachen fuers fuereinander dasein. 



xoxo J.

September 8, 2014

Am Sonntag will mein Suesser mit mir segeln gehen

... so fern die Winde wehen
das waere doch wunderschoen.

Na gut, segeln waren wir nicht gerade doch auf dem Wasser schon und zwar mit einem Kayak. Dennoch lief dieses Lied wie auf endlosschleife gestellt durch meinen Kopf, genauso wie "Ein kleiner Matrose umsegelte die Welt...". Zum ersten Mal haben wir den Charles River per Kayak erobert und waren ganz begeistert davon. Die Ruhe beim dahingleiten im Wasser, die Begeisterung der Rabauken (vor allem wenn durch Motorboote Wellen erzeugt wurden), die ganz andere Sicht auf Boston und auch die koerperliche Ausarbeitung waren ganz wunderbare Erfahrungen. 

Gestartet sind wir unseren One-Way Trip mit paddelbosten in Allston und paddelten zum Kendall Square, etwa 5 Milen (8km). Wir fuhren etwas laenger, da wir quasi im Zick-Zack geschwommen sind (das meiste aus dem Fluss machen *lach*), da wir den Dreh am Anfang noch nicht so ganz raus hatten. Zumal wir die Jungs vor uns sitzen hatten und etwas eingeschraenkt waren in der Armarbeit. Normalerweise war es ein Kayak fuer zwei Erwachsene, doch die kleinen Seemaenner passten locker mit rein.


Der kleine Loewe noch ganz munter (I love this pic) und eine knappe Stunde herrlich muede, durch die frische Seeluft, die Sonne und das gleichmaessig ruhige dahingleiten.


Durch 8 Bruecken sind wir durch, keine glich einer anderen und dennoch dienen alle demselben Zweck.


Sogar die Kleinen hatten ihren eigenen Paddel und nutzten diesen mehr oder weiger oft.


Oder ruhten sanft auf Mamas Schoss waehrend die Grossen hinten fleissig paddelten.


Viele Boote, Segelboote, Kayaks und Kanus waren auf dem angenehm warmen Charles River unterwegs. Und am Himmel flogen 5 Flugzeuge die Werbung machten und die Red Sox anfeuerten.


Ein Kanal fuehrte letztendlich zum Kendall Square, den wir nach 2,5 Stunden gluecklich und zufrieden erreichten. Dort wurde auch erst mal etwas gegessen und getrunken bevor es zum naechsten Abenteuer ging: U-Bahn fahren.


Ausserdem spazierten wir durch Cambridge ganz gemuetlich und danach weiter Richtung Allston, zurueck zu unserem Auto.


Fuer die Jungs war die Subway der Hit. Da wir ausserhalb von Boston leben und nur das Auto fuer alles nutzen, sind solche Normalitaeten das non plus ultra fuer sie.


Im warmen Abendlicht spazierten wir die letzten Meter bis zum Auto. Angenehme Muedigkeit machte sich bei allen breit und die Haut spannte durch den ganzen Tag in der Sonne, so als ob wir direkt vom Strand kaemen.




Es gab noch ein Eis fuer jeden und kaum im Auto zog es dem kleinen Loewen auch schon die Augen zu. 

Wieder zu Hause ging es fuer ihn gleich ins Bett und wir mit dem Prinzen noch etwas in den Pool zum abschalten und abkuehlen.

Meinen Lesern wuensche ich eine gar wunderschoene Woche und das ihr ganz sanft durch sie hindurchgleitet, ohne grosse Wellen oder gar dem Gefuehl zu kentern.

xoxo J.

June 1, 2014

Lieblingsrunde durch Boston

Der Besuch ist gestern leider wieder zurueck nach Deutschland geflogen. Die Zeit verrannte nur so das war einfach unglaublich und irgendwie stimmte es mich gestern auch etwas traurig, als unser Haeuschen auf einmal so leise und leer schien.

Jetzt nehme ich mir jedoch gleich mal die Zeit und schreibe ganz schnell von unserer wunderschoenen Tour durch Boston, auf die ich euch gerne mitnehme, bevor es hier mit dem Sommer so richtig los geht (sitze gerade schwitzend im Garten, die Sonne knallt, das Kind schmatzt Melone), denn unsere Runde fand noch im schoensten Fruehling statt. 

Das grosse Kind war in der Schule, der Mittlere im Kindergarten und so zogen wir zu fuenft (mein Hubby nahm sich extra frei) los. Geparkt wurde wie immer in der Tiefgarage zwischen dem Public Garden und dem Common, liegt einfach so herrlich zentral und so konnte auch mit meinem Lieblingsplatz, dem Public Garden, gestartet werden. Ich schlendere so gerne zwischen den alten Baeumen, angelegten Beeten und dem Schwanensee herum, gern auch mit einem Becher Kaffee fuer die vollkommene Glueckseeligkeit. 



Danach ging es rueber zum Common, den wir emuetlich durchquerten, sahen das State House mit der in der Sonne glaenzenden goldenen Kuppel und nahmen dann die "rote Linie" als Wegweiser auf, auch Freedom Trail genannt, der die historische Geschichte Bostons anhand von Gebaeuden und Plaetzen erzaehlt. 


Vorbei an Altem und Neuem.


An Eseln, die sogar beritten werden konnten und dabei auch noch still standen ;)


Bis hin zum alten State House, das zwischen den Hochhaeusern fast verloren geht.


Danach ging es am Quincy Market vorbei zum Holocaust Memorial, bei dem ich jedes Mal, egal wie oft ich schon dort war und sprachlos die Innenschriften las und die Nummern der Ermordeten Juden in saemtlichen KZ's der Nazizeit, Gaensehaut bekomme. 

Von dort aus spazierten wir rueber ins North End, die aelteste bewohnte Ecke von Boston und da hier fast nur Italiener leben auch Little Italy genannt.


Vorbei am sehr alten Paul Revere Haus, welches heute ein Museum ist.


Manche Katholiken nehmen es sehr ernst mit ihrem Glauben...


Am Hafen unten angekommen durfte sich der kleine Loewe erst einmal auf einem Spielplatz austoben, da er die ganze Zeit lieb und brav im Wagen sass. Die Maenner hangelten um die Wette und uebten sich in Klimmzuegen waehrend wir Frauen gemuetlich auf der Bank sassen und das suesse Nichtstun genossen haben.


Vom Hafen ging es am Wasser entlang wieder Richtung Quincy Market, doch unterwegs wurde erst einmal im Joe's zu Mittag gegessen.


Ich liebe Blauregen


Am Quincy Market zeigte ich meiner Schwaegerin meinen Lieblingsweihnachtsladen, ausserdem tranken wir einen Kaffee und spaeter spielte der kleine Loewe noch mit einem Strassenmusiker etwas Musik.


Eine Strasse unterhalb vom Commen, die Einkaufsstrasse mit Filene's Basement, H&M, TJMaxx usw. usf. wurde noch etwas besucht, wobei die Maenner fuer (viele) Minuten eine Baustelle beobachteten und wir Frauen die Leute die mit hinliefen um zu sehen, warum man denn am Bauzaun stand. 


Kurz vor dem Eingang zur Tiefgarage sah ich auch wie hier die Kindergaerten die Kleinen and die Luft bringen und vor allem, dass die Kleinen auch wirklich mal raus ins Gruene kommen. Suess nicht?


Auf dem Rueckweg wurde noch der Prinz abgeholt und dann machten wir es uns im Garten gemuetlich. Dafuer habe ich schnell noch Orangen-Gurken-Wasser angesetzt, eine wahre Wohltat nach der ganzen Lauferei. Dazu die mitgebrachte Lieblingszeitung angefangen zu lesen und die Fuesse hochgelegt. Herrlich!


Die Jungs spielten derweil mit den mitgebrachten neuen Spielzeugfahrzeugen (ein Traktor und ein Laster).


Und schon ging ein wirklich schoener Tag zu Ende. 

xoxo J.


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