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December 1, 2014

Thanksgiving - Beginn der Weihnachtszeit

Mit Thanksgiving beginnt hier die Weihnachtszeit. Oft wird genau zu diesem Feiertag oder am Wochenende danach alles festlich geschmückt und man kann sogar die ersten Weihnachtsbaeume  durch die erleuchteten Fenster sehen. 

Fuer uns war es das letzte Thanksgiving hier in den Staaten und zur Feier des Tages hatte ich die liebste Freundin dazu eingeladen, denn ich wollte wenigstens einmal mit iht zusammen meinen amerikanischen Lieblingsfeiertag begehen. Es war schön und wir machten es uns auch so richtig gemütlich. Erst in Ruhe gegessen: Turkey auf Gemuese-Apfelbett mit Kräutern, selbstgemachtes Apfel-Rotkraut, Bohnen-Pilz-Gemuese, mit in Butter gebratenen Weissbrotwuerfeln gefuellte Kloesse, Kartoffelbrei mit Cream Cheese und Schnittlauch, Meerrettich-Apfel-Knollensellerie-Mus und als Dessert einen Birnen-Ingwer-Trifle. Ich sag euch, meine Hueften tanzten vor Freude. Spaeter hat die liebste Freundin noch einen Apfel-Birnen-Pie gebacken während mein Mann und ich mit den Jungs Candyland spielten. Gar nicht so einfach, wenn man sehr impulsive Kids hat *lach*.


Wir hatten den ersten Schnee und die weisse Decke wirkte an sich schon feierlich und vor allem romantisch schön. Noch freut man sie ueber das Weiss, mal sehen wie es in ein paar Wochen damit aussieht.

Die liebste Freundin hatte fuer jeden ein selbstgebasteltes Namenskaertchenlicht mitgebracht und so flackerte es innen ganz gemuetlich waehrend wir gemuetlich gegessen haben.


Es war ein ruhiger Tag, bis auf die Jungs (die sind in ihrer Energie einfach einmalig), mit vielen schoenen Momenten und Gesprächen, lecker Wein und Kaffee und Schwarzer Johannisbeerlikör. Tage wie ich sie mag. Wie ich sie gerne verbringe. Die mir gut tun.


Samstag haben sich viele unserer Gruppe "Deutsche in Massachusetts" bei uns zur Weihnachtsfeier getroffen. Das Haus war voll, laut und dennoch war es einfach herrlich. Jeder brachte etwas mit und nach einer kurzen Weile sah es nicht mehr so uebersichtlich auf unserer Kücheninsel aus. Es wurde gegessen, gelacht, getrunken und viel erzählt. Man sah neue Gesichter oder und darueber freute ich mich unglaublich sehr, endlich den mittlerweile fast 3jaehrigen Nachwuchs, der bei der letzten Weihnachtsfeier noch im Baeuchlein der Mama war wie der kleine Loewe damals (mittlerweile drei Jahre her). 


Tja, und dann bekam der Prinz Fieber und legte sich freiwillig ins Bett...


So gingen viele schon frueher als geplant und am fruehen Abend konnte ich mich ihm dann voll widmen. Er ging zeitig ins Bett, schlief unruhig und war auch heute noch, einen Tag später, etwas warm und sehr weinerlich drauf. Wer weiss was er ausbrütet. Obwohl, bei den hiesigen Temperaturschwingungen ist das auch kein Wunder. Gestern Minusgrade heute 10 Grad Plus und so geht es immer hin und her und die Kleinen muessen es ausbaden. Gut das es heissen Kakao fuer die kalten Temperaturen gibt.


Sonntag, also heute frueh gab es dann ein Nordpol-Fruehstueck bei uns. Damit haben wir das wieder Ankommen des Elfs bei uns gefeiert und die Jungs sind aus dem Staunen und Freuen gar nicht wieder rausgekommen. Dafuer habe ich den Tisch weihnachtlich geschmückt und mit einer grossen Schleife dekoriert. Alles in den typischen Weihnachtsfarben Rot-Grün-Weiss. Und da es am Nordpol nur Süßes gibt, gab es natuerlich auch davon so einiges, doch nicht ganz so viel wie ich es erst geplant hatte, da der Prinz ja angeschlagen war und eher Vitamine brauchte.


Die Jungs bekamen einen kleinen Teller (als Tablett bei IKEA gefunden), einen grossen Weihnachtsbecher mit Elf-Hot-Chocolate und einer Zuckerstange und ein kleines Geschenk in Form eines Elfes der Wind macht und unten ein paar Zuckerperlen noch hat.


Hier sitzt er unser Elf und trinkt heissen Kakao aus seiner Tasse, da der Flug vom Nordpol zu uns lang und sehr kalt war.


Er hatte den Jungs auch einen Brief geschrieben und da noch einmal genau aufgezaehlt, warum er da ist (er passt auf die Jungs auf und fliegt dann jede Nacht zurueck zum Santa und erzaehlt ihm, ob sie gefolgt haben) und was die Jungs auf keinem Fall mit ihm machen duerfen (anfassen, denn dadurch wuerde er seine Magie verlieren und kann nicht mehr zum Nordpol fliegen). 

Ausserdem hat er den Rabauken mitgeteilt, dass der Weihnachtsmann von der Aktion "ich spuele meine Spielsachen das Klo hinunter" nicht angetan war und die Beiden dadurch erst mal auf der Naughty-List stehen. Doch wenn sie jeden Abend ihre Spielsachen aufraeumen wieder auf die Nice-List kommen.


Ich fand diese Servietten in einem Billigladen und war auf der Stelle verliebt. Die sind so Süß mit dem Brief an Santa drauf - passte vollkommen zu unserem Frühstückstisch.


Nachmittags haben wir dann gemuetlich 1. Advent gefeiert und am Abend mit den Kids vorm knisternden Kamin ein Picknick gemacht. Schoener kann das erste Weihnachtswochenende gar nicht ausklingen finde ich...jetzt faellt mir ein, das ich noch ein Paeckchen auspacken darf. Himmel, wie konnte ich das nur vergessen!






Meinen lieben Lesern wuensche ich eine wunderschoene Weihnachtszeit. Ich gehe mich jetzt ueberraschen lassen.

xoxo J.

November 24, 2012

Thanksgiving 2012

Wenn wir einen Feiertag hier in den Staaten lieben dann ist es Thanksgiving. Wir haben auch schon beschlossen, diese Tradition dann in Deutschland fortzuführen und das nicht nur unserer kleinen Amerikaner wegen. Ich mag es den ganzen Tag mit der Familie zu verbringen, zusammen zu kochen, zu backen, zu spielen und natürlich auch zu schlemmen. Sich dabei bewusst zu machen, wofür man alles dankbar ist und dankbar sein sollte ist eine schöne Sache, wobei man eigentlich dies nicht nur an diesem Tage machen sollte.

Ich bin jeden Tag aufs Neue für meine Kids dankbar und vor allem darüber, dass ich a) noch einmal das Wunder Menschlein erleben durfte und dies auch gleich zwei mal nacheinander und b) das sie gesund und munter sind, voller leben und lachen. Ich bin dankbar für die Möglichkeit zu Hause sein zu und meine Kids so jeden Tag ganz intensiv erleben zu können und auch dafür, dass wir für ein paar Jahre in ein anderes Land gehen durften und so etwas in die weite Welt schnuppern konnten. Und ganz besonders bin ich dieses Jahr auch darüber dankbar, dass sich meine liebste Nachbarin und Freundin wieder versöhnlich zeigte. Wegen eines blöden Streits sprachen wir 1,5 Jahre nicht miteinander. Habe es am Anfang ein paar mal erfolglos probiert, doch dann jedoch sein lassen. Man Grüßte sich nur noch oberflächlich, wenn man sich sah, mit starrem Gesichtsausdruck. Voll blöd und mich machte das ganze auch echt traurig. Als der Herr des Hauses im Oktober in Germany weilte sollte sich dieser Zustand jedoch ändern.

Ich kam vom Kiga mit dem Prinzen und als dieser ganz aufgeregt aus dem Auto steigen wollte, weil er Seany (ihr Sohn, die Kids kamen nach wie vor gern zu uns) seine Autos zeigen wollte, setzte er den falschen Fuss und fiel ziemlich unsanft aus dem Auto. Tränen flossen reichlich und genau in diesem Moment kam sie angefahren. Ich denke sie wird im ersten Moment vermutet haben, dass der Prinz wegen Seany weinen könnte und hielt an, um nachzufragen was passiert sei. Ich erklärte es ihr kurz, worauf sie ausstieg und auf mich zukam. Im nächsten Moment lagen wir uns in den Armen und dann konnte ich nicht anders und fragte sie, ob sie nicht endlich mal Leo sehen möchte und so kam sie noch schnell mit ins Haus. Kurzum, es war so wie immer, nur das wir gegenseitig mehrmals bekundeten wie sehr wir uns doch vermissten die ganze Zeit. Abends liefen mir vor Freude die Tränen und ich konnte das noch gar nicht richtig glauben. Doch wir trafen uns wieder und wieder und es ist einfach herrlich so. Wir waren immer füreinander da und sind es wieder, was ich unglaublich schön finde, schliesslich braucht jeder Mensch mal ein offenes Ohr. Und ich denke dies wird meine Position in den nächsten Monaten sein, denn es stellte sich vor kurzem heraus, dass ihre Mom Metastasen in beiden Lungenflügeln und im Beckenknochen hat. Ich habe noch nie einen Menschen in so einer schweren Situation begleitet und ich werde dabei bestimmt auch an meine Grenzen stossen, doch ich möchte für sie da sein und ihr Halt geben. Ich kenne ja ihre Mom, eine herzensgute Frau, und der Gedanke, das sie nächstes Thanksgiving vielleicht nicht mehr da sein wird, brachte mir gestern beim kochen so einige Tränen. Auch der Gedanke wie schwer es für meine Freundin sein muss so einen eigentlich schönen Feiertag zu begehen mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass das wahrscheinlich das letzte gemeinsame Feiertag sein wird - ohne Worte! Doch noch haben beide ihren Humor, denn in MA ist jetzt Gras als Medizin erlaubt und man hat sich schon zwecks Brownie backen im Netz informiert.

Da fällt mir ein Spruch ein, den ich mal auf fb gelesen hatte, der in etwa so ging:

Eine Freundschaft ist wie eine Türe,
sie quietscht oder knarrt mal,
darf auch hin und wieder mal klemmen,
doch sie schliesst sich nie ganz.

Schön, nicht?

Im Kiga wurden Truthähne aus den abgemalten Füssen und Händen der Kinder gebastelt und dann wurde jedes Kind gefragt, wofür es denn dankbar sei. Mein Prinz antwortete als erstes mit "Butterflys/Schmetterlinge" - ist er nicht goldig? Er findet sie so schön


Dieses Jahr wurde der Truthahn wieder mit Äpfeln, Möhren, Fenchel, Sellerie und verschiedenen Kräutern wie Salbei, Thymian und Rosmarin gefüllt und auch auf einem dicken Gemüsebett davon gesetzt.


Der Prinz liebt es beim kochen und backen zuzuschauen und mitzumachennaschen. Hier leckt er gerade die Schüssel aus, in der ich die Custardcreme für unser Dessert gemacht habe. Es gab Birnen-Ingwer-Trifle.


Ich habe 1,5kg Kartoffeln mit der Hand für Kloesse machen gerieben. Es war zwar die kleinste Reibeflaeche die wir haben, doch es war noch zu gross, wurde ganz schön faedig.


Waehrend in der Kueche gekocht wurde, bespielte der Papa seine Söhne und in Null Komma nichts wurde aus dem Wohn- ein Kinderzimmer. Es war richtig schön friedlich und ruhig, die Mädels in der Küche und die Jungs im Wohnzimmer. Der Tisch wurde wie immer festlich gedeckt, so richtig mit weisser Tischdecke und Blumen, Kerzen, Servietten aus Stoff und Serviettenringen. Ich mag es einfach schön.


Lecker, lecker, oberlecker! Doch das Beste daran ist eigentlich, dass ich entgegen meiner Erwartungen heute weniger auf der Waage hatte. Kaum zu glauben.


Meine liebste Freundin, mit der ich auch meinen Geburtstag feierte (man denke an die 86 Kerzen auf der Torte zurück) schenkte mir zu meinem Geburtstag diese wunderschöne Porzellan Form. Ich liebe Gelb, ich liebe Punkte und was noch viel besser ist, in dieser Form kann gebacken werden (z.B. Aufläufe) und dann wandert alles direkt vom Ofen auf dem Tisch und schön siehts auch noch aus.


Loewenherz im gestreiften Hemd. Sieht er nicht gleich viel älter aus? Dabei wird er in zwei Tagen doch erst 10 Monate...


Unser Birnen-Ingwer-Trifle - heut schon nichts mehr da, wurde bis auf den letzten Krümel verspeist. Ist aber auch lecker!


Dem Prinzen hats gemundet...


Der Kleine macht dem Grossen alles nach und beim albern ist es oft auch umgekehrt. Ausserdem will das Löwenherz von seinen Baby Spielsachen gar nichts wissen, sondern spielt viel lieber mit den Autos vom Prinzen.


Oder er wirft voller Eifer alles aus dem Regal wieder raus, was der Papa vorher liebevoll aufgeräumt hatte.


Meinen Lesern wuensch ich jetzt ein richtig schönes Wochenende und entspannt euch mal so richtig!

xoxo J.

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