October 15, 2014

Die wunderschoene Altstadt von Quebec - Teil 2

Es war eine unruhige Nacht. Zu viert in einem Zimmer ist einfach eine Umstellung, zumal der kleine Loewe auch noch etwas hustet. Ausserdem konnte man kein Fenster oeffnen (etwas was ich nicht wirklich verstehe und in fast jedem Hotel der Fall ist) und wenn man es jedoch gewoehnt ist, dann fuehlt es sich sehr stickig an. Irgendwie.

Doch egal, wir freuen uns auf das was vor uns liegt und starten mit einem guten Kaffee und gemuetlichen Fruehstueck in den Tag. Vom Wetter und sogar der Jahreszeit her haetten wir es nicht besser erwischen koennen auch wenn es von der Temperatur her um einiges kaelter ist, als bei uns in Boston. Jedoch scheint der Herbst hier noch nicht ganz soweit fortgeschritten zu sein, vor allem was die Blattfaerbung anbelangt.


Von unserem Hotel aus sind es nur ein paar Schritte, keine 10 Minuten bis zu der Altstadt, welche teilweise noch von einer Stadtmauer umgeben ist. Es ist wie, als wuerde man in eine andere Welt treten. Keine Neubauten oder gar Skyscraper. Nur einfache und teilweise auch sehr alte Haeuser, mit liebe zum Detail gehegt und gepflegt.


Unterwegs telefonierte der kleine Loewe an fast jeder Telefonzelle, die des Weges stand. Er ist so stolz darauf, dass er endlich hoch zum Hoerer reichen kann, was wieder und wieder neu getestet werden muss. 


Vier Jahreszeiten und verschiedene Jahrhunderte an einer Hauswand zu einem Bild gewebt. Kein Wunder, dass das ein Besuchermagnet ist. 


Am Place Royale moechte ich am liebsten in der Sonne einen Cappuchino trinken, doch habe kein Vertrauen, dass dies die Jungs durchhalten wuerden... in Ruhe, schon wieder sitzen. So beneide ich im stillen die Leute, die sich diesen Luxus goennen und spaziere weiter, rechts den Loewen und links den Prinzen an der Hand. 


In der Sonne ist es schoen warm, doch im Schatten merkt man die frische des Herbstes.


Wir entdecken Kanonen, diese stehen hier ueberall herum, und die Jungs klettern darauf. Ganz geheuer ist es dem Prinzen nicht und er moechte gleich nach dem Foto wieder herunter gehoben werden. 



Eine der schoensten Interpretationen des Herbstes. In den Baeumen haengen orange- und weissfarbene Ballons. Auf dem Boden liegen viele, viele Kuerbisse. Herbst pur.



Meine Suessen *schmelz*


Der Prinz hat leider wieder Probleme mit der Sonne und seine Augen fangen an weh zu tun. Ihm wird das deutsche Wetter am meisten gut tun.


Wir laufen den ganzen Tag durch diese schoene Stadt. Die Jungs halten besser durch als erwartet und so entscheiden wir, dass wir gegen halb vier am Nachmittag Essen gehen und danach zurueck zum Hotel gehen werden. Die Kids sollen noch in der Wanne spielen und entspannen koennen, vielleicht auch noch etwas TV schauen und die Beine einfach hochlegen und entspannen nach all der Lauferei.

So gehen wir in ein Restaurant in dem wir draussen in der Sonne sitzen koennen. Der Prinz faengt an zu frieren und hat fast keinen Appetit. Ich gehen nach dem Essen mit den Jungs zurueck ins Hotel, halte jedoch noch schnell bei Starbucks, um Hot Chocolate zum aufwaermen zu holen.

Die Jungs gehen in die Wanne und bekommen danach gleich ihren Schlafanzug angezogen. Der Prinz fuehlt sich nicht gut und heiss an. Er legt sich freiwillig ins Bett und schlaeft gegen fuenf ein. Er wird heisser, trinkt fast nichts, doch schlaeft. Ich lassen ihn schlafen, doch biete ihm immer wieder etwas zum Trinken an, sobald er aufwacht.


Die Nacht wird trotz erhoehter Temperatur angenehmer und wir schlafen besser. Der Prinz trinkt sogar in den fruehen Morgenstunden ein paar Schlucke und fuehlt sich nicht mehr ganz so heiss an.

xoxo J.

October 14, 2014

Quebec - Ein Wochenende im kanadischen Herbst (Teil 1)

Wir haben ein verlaengertes Wochenende, da Columbus-Day am Montag ist und nutzen dieses, um einen weiteren Punkt auf meiner Bucket List abhaken zu koennen: Quebec. Quebec liegt in Kanada und gehoert dort mit zu den aeltesten Provinzen.  Die alte Stadt Quebec (Altstadt im guten Deutsch) wird als Wiege der Franzoesischen Siedler gesehen und ist ein Unesco Weltkulturerbe. 

Die Fahrt dauert laut Google Maps etwa 6 Stunden.  Zum Glueck stellen wir vor Abfahrt noch fest (als wir das Ziel ins GPS eingeben wollten), dass unser GPS nicht mehr fuer Kanada geht (letztes update ist abgelaufen)  und so geht der liebe Mann noch einmal ins Haeuschen und druckt uns die Anfahrt dahin ganz schnell aus.

Der Prinz zog seine neuen Schuhe an, die er extra fuer diesen Kurzurlaub aufsparte und freute sich wie ein kleiner Koenig auf das was vor uns lag. Er faehrt unglaublich gerne in den Urlaub und ist jedes Mal so richtig schoen aufgeregt und hat strahlende Augen und ueberhaupt ist es eine grosse Freude ihn dabei zu beobachten, wie er vor Freude uebersprudelt. Der kleine Loewe macht ihm natuerlich alles nach (er ist so ein richtiger Papagei in dieser Beziehung).


Der Indian Summer fuer den New England so beruehmt ist steht in seiner vollen Pracht am Strassenrand. Es macht richtig Spass so zu fahren und dieses umwerfend schoene Farbspektakel zu sehen. 


Gehen wir auf grosse Fahrt koennen sich die Jungs immer eine Tasche mit Spielzeug packen. Dazu packe ich ihnen noch eine Ueberraschungskiste, oftmals mit einem neuen Buch oder kleinem Spielzeug (Auto, Zug... je nachdem was sie gerade so lieben). Dieses Mal machte ich ihnen eine Box mit Duplos fuer den Loewen und Legos fuer den Prinzen fertig. Beide waren begeistert und spielten fuer Stunden damit. 



Ausserdem packe ich uns immer eine grosse Tasche mit verschiedenen Snacks (Crackers, Nussriegel, Brezeln), Obst (Mandarinen, Aepfel, geschnittene Annanas) und Trinken (ich liebe das Pfefferminz-Gurken-Wasser von Target) -  es ist eine Schande das es nur in Dosen angeboten wird. Kurz bevor es auf den Highway geht halten wir eigentlich immer noch einmal bei Dunkin Donut und holen uns einen Kaffee, einen gruenen Tee und manchmal auch noch etwas Suesses (Munchkins, Muffins...) zum Naschen. Und mit dieser Ausstattung kommen wir immer gut gelaunt ueber die Runden und am Ziel an.

Dieses Mal haben wir in den White Mountains einen Fahrerwechsel gemacht, so dass meine bessere Haelfte noch etwas arbeiten konnte waehrend ich die restlichen vier Stunden fahre. Am Anfang klang das soooo lang in meinem Kopf "vier Stunden, oh mein Gott", doch dann erinnerte ich mich, dass ich, als ich noch bei den Schwaben lebte regelmaessig von Stuttgart nach Dresden gefahren bin (fast 5 Stunden ohne Pause) und solche Strecken ja doch kein Problem sind. Und das war sie auch nicht, die Strecke, denn landschaftlich war es einfach ein Gedicht fuers Auge und ich hatte richtig Spass durch die Waelder und Flure zu fahren. 



Oberhammer war, mittlerweile schon in Kanada, ein "Roter" Regenbogen, der durch die Abendsonne entstand. So etwas haben wir bisher noch nicht gesehen, ein ganz tolles Naturschauspiel.


Im dunklen kommen wir in Quebec City an. Wir checken in unser Hotel ein und bringen das Gepaeck und all den anderen Kleinkram (Kuscheltiere, Heijatuecher...) auf unser Zimmer. Danach gehen wir in die Nacht und vergessen einfach mal die Uhrzeit. Wir vertreten uns die Beine, laufen die Strasse am Hotel hoch und runter, gehen etwas essen und geniessen endlich angekommen zu sein. 

Es ist schoen hier. Alles ist franzoesisch. Egal ob die Namen der Strassen, die Speisekarten oder die Klaenge der vorbeilaufenden Menschen die sich unterhalten. Herrlich! Als waeren wir in Frankreich. Ich mag das Gefuehl und vergesse augenblicklich die lange Autofahrt.




Aufgeregt, doch gluecklich fallen wir ins Bett. Ich freue mich auf den kommenden Tag und vor allem darauf, diese tolle Stadt endlich selber einmal besichtigen zu koennen.

xoxo J.

October 9, 2014

Glueckliche Muetter oder Die Sache mit den Anspruechen an sich selbst

Ich bin ueber eine Seite gestolpert die aufzeigt, was Muetter gluecklich macht bzw. warum es Muetter gibt, die einfach gluecklicher und zufriedener mit sich und der Welt sind.

Da werden folgende Punkte aufgezeigt:

1. Gluecklicher Muetter vergleichen sich nicht Stimmt! Warum sollte man auch? Jede Mutter ist anders, jede Mutter hat eine andere Natur ist unter anderen Bedingungen aufgewachsen. Jede Mutter gibt ihr Bestes fuer ihr Kind, zumindest ist mir noch keine Mom begegnet die bewusst ihrem Kind schaden wollte (von diversen TV Skandalen mal abgesehen, doch darum geht es hier nicht). Wenn man sich mit anderen Moms vergleicht dann geschieht es oft auf der Ebene, das man sich schlechter fuehlt, weil man eben nicht so toll mit den Kindern bastelt, so viel Zeit mit ihnen verbringen kann oder sie nach Lust und Laune einkleiden (selber stricken, naehen...). Oft sitzt man dann da und denkt, boah die ist ja mal toll und ich??? Ich kann das nicht. Falsch! Dafuer kann man anderes wie z.B. kochen oder backen oder man ist einfach viel ausgeglichener und hat mehr Geduld fuers Kind. Man nimmt sich die Zeit und liest gerne vor oder kuschelt nur einfach mit den Kleinen. Kinder wollen keine Super Moms. Sie wollen jemanden mit dem sie spielen koennen, der sie in den Arm nimmt und auch Grenzen aufzeigt, die ihrer Entwicklung Halt, einen festen Rahmen geben.

2. Glueckliche Muetter wissen was sie Wert sind Und sie sind viel Wert! Keine andere Person nimmt so viel Einfluss auf die Kinder (vom Papa abgesehen) und am Ende auch die Kinder der Kinder wie eine Mom. Sie stellt die Weichen fuer die Zukunft indem sie Ansprechpartner, Freundin, Erzieher, Lehrer, Helfer kurz der Manager fuer saemtliche Belange im Haus ist. Viele Frauen/Muetter unterschaetzen sich und ihren Wert, wissen gar nicht was sie taeglich so alles leisten, damit der Tagesablauf reibungslos funktioniert. Frau sollte sich das einfach mal bewusst machen!

3. Glueckliche Muetter haben tolle Freunde Mit einem Teenager im Haus kann ich davon ein Lied singen, wie oft ich schon sagte "das ist kein richtiger Freund". Ein Freund ist jemand der dich unterstuetzt und den du unterstuetzt, der dich aufbaut, wenn es dir schlecht geht und bei dem du dasselbe machst. Jemand der fuer dich da und fuer den du da bist. Reden ist das Eine, Vorleben das andere. Ich habe zum Glueck sehr gute Freunde. Eine handvoll (nur), doch fuer diese wuerde ich selbige ins Feuer legen und gerade mit diesen unterstreiche ich immer voran gegange Aussagen. Ich weiss ganz genau das meine Freunde fuer mich da sind, wenn ich sie brauche, so wie ich fuer sie auch bin. Ein Geben und Nehmen. Eine unglaublich schoene Bereicherung fuers Leben.

4. Glueckliche Muetter Glauben und Beten Okay, ich sage da mal Glueckliche Muetter vertrauen sich und ihrem Instinkt und der Energie, die um sie herum herrscht. Von Natur aus und aus dem tiefsten Instinkt her machen die meisten Muetter von Anfang an alles richtig mit ihren Kleinen. Doch viele zweifeln an sich, vor allem beim ersten Kind und gerade dann, wenn man vorher zig Baby-Buecher gelesen hat und das kleine Wesen am Ende ganz anders ist, als wie darin beschrieben. Irgendwie sagt mir oftmals mein Bauch wie ich reagieren sollte und so handel ich dann auch groesstenteils. Klar lese auch ich Ratgeber oder spreche mit anderen Muetter ueber gewisse Dinge, doch am Ende handele ich so wie es fuer mich und meine Familie am besten passten. Ich vertraue da meinen Instinkten, mir selbst.

5. Glueckliche Muetter nehmen sich eine Auszeit Oh ja! Und wie ich meine taeglichen Tee oder Kaffeemomente allein mit mir liebe, oder das Wochenende zwei Mal im Jahr, an dem ich bei meiner liebsten Freundin bin und wir nur das machen was uns gefaellt. Ich brauche diese Zeit zum aufladen meiner Batterien oder auch um wieder runter zukommen, wenn ich mich irrsinnig ueber etwas aufgeregt habe. Jetzt ist es Tee, doch wenn wir wieder zurueck in Deutschland sind und endlich wieder eine richtige Badewanne haben, dann werde ich mir auch ab und an mal ein schoenes Duftbad goennen, Zeit fuer mich und meine Nase *schmunzel*.

6. Glueckliche Muetter vereinfachen vieles Das ist mein "Lieblingsthema", denn wenn ich sehe wie viele Termine (Musik, Sport, Fremdsprache, Theater...) hier die lieben Kleinen so bewaeltigen muessen, wird mir ganz anders. Da bleibt ihnen zur selten Zeit zum freien spielen, zum sich langweilen. 
Doch es geht auch darum, dass man sich selber viel auferlegt, weil man ja will, dass der Nachwuchs nach aussen hin ganz praesentabel ist. So ging es mir z.B. gestern, als der kleine Loewe seinen all jaehrlichen Foto-Tag im Kindergarten hatte. Wir Eltern bekamen noch eine Email, das wir auch nicht vergessen sollen das Kindlein entsprechend schoen anzuziehen. Wer hat es vergessen? Ich! Im ersten Moment war ich enttaeuscht ueber mich selber, denn die Bilder werden gerne an die Verwandtschaft verschenkt oder haengen dann eingerahmt im Wohnzimmer. Im zweiten Moment fragte ich mich, was denn der Loewe anhat und musste laecheln, denn es war sein Lieblingspulli mit Thomas the Train vorn aufgedruckt. Augenblicklich war ich zufrieden. Es wird nicht das typische Foto sein, von dem mein Sohn in einem Hemd strahlen wird. Es wird das Foto sein auf dem mein Sohnemann zusehen ist, in seinem aktuellen Lieblingsshirt und wer weiss, vielleicht wird er es in vielen, vielen Jahren ja wieder erkennen und dann mit einem Laecheln sagen "Mom, das war ja mein absoluter Lieblingspulli, weisst du noch?"

7. Glueckliche Muetter machen sich keine Sorgen Von diesem Punkt bin ich noch weit entfernt, denn ich mache mir schon Sorgen. Sorgen um meine Grosse und wie sie ihre High School abschliessen wird, Sorgen um die Entwicklung der Jungs und vor allem auch Sorgen, wie wir als Familie unseren Rueckzug nach Deutschland meistern werden. 
Sorgen mache ich mir auch sehr grosse, wenn ich Nachrichten ueber vermisste, missbrauchte, misshandelte usw. Kinder lese/hoere. Und wenn man dann solche Sachen liest, das es in jeder Klasse mindestens 1!!! sexuell missbrauchtes Kind gibt, dann wird mir ganz anders. Wenn ich einen Wunsch frei haette, Krieg und Frieden hin oder her, ich wuerde wollen, dass der sexuelle Uebergriff auf Kinder ein fuer alle mal aufhoert!

8. Glueckliche Muetter laecheln und lachen Das tu ich. Ich laechel und summe mich durch den Tag, lache oft vor allem mit meinen Kids und versuche auch anderen ein gutes Gefuehl zu vermitteln. Ich laechel die Leute auf der Strasse oder beim einkaufen an, unterhalte mich immer mit den Erzieherinnen der Jungs und sage ihnen, das ich es toll finde was sie so alles mit den Kindern machen, muntere meine Freunde auf, strahle sie an wenn ich sie sehe und ueberhaupt, versuche ich immer positiv zu sein und mein Wasserglas als halb voll zu sehen. Gelingt ganz gut! Fast immet.

Mein Lieblingsbild von gestern, erhascht in einem Moment der etwas ganz Besonderes zwischen Bruder und Schwester war. Und es zaubert mir immer wieder ein Laecheln ins Gesicht, sobald ich es sehe.





Rezept: Bienenstich-Muffins

Ich schulde Euch ja noch (saemtliche) Rezepte von unserer Sommerparty *rotwerd*... die Zeit ist halt immer irgendwie weg, versteckt sich oder hat sich auf grosse Reise begeben. Ist ueberall anzutreffen nur leider nicht hier...

Mein Bruderherz liebt Bienenstich ueber alles und so stand fest, dass dieser auch gebacken werden muss. Die Frage war nur in welcher Form, Kuchen hatte ich ja eigentlich schon genug, Muffins wollte ich noch backen hatte mich jedoch nicht nicht so richtig entscheiden koennen, welche es denn werden sollen. Und so fragte ich Mister Google ob er er mir denn helfen koenne und weiss, in welchem Mengenverhaeltnis man die Zutaten fuer einen Kuchen in Muffins umwandelt. Und waehrend ich dann so im grossen WorldWideWeb spazieren ging bin ich auf diese Bienenstich Muffins von chefkoch.de gestossen und fand, dass sie ganz gut klingen und probierte sie somit aus.

Als erstes bereitet man den Belag zu, denn dieser wird auf dem Herd in einem Topf gemacht.

Man braucht:
80 g Schlagsahne
30 g Honig, klar
20 g Zucker
160 g Mandeln in Scheibchen

Sahne mit Honig und Zucker in einem Topf unter Ruehren erhitzen, Mandelblaettchen einruehren vom Herd nehmen und erkalten lassen.

Danach kommt der Teig dran. Dafuer braucht man:

250 g Mehl (werde das naechste Mal Dinkelmehl nehmen)
50 g gemahlene Mandeln
2 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
2 Eier
120 g Zucker
125 g weiche Butter
250 g Sauerrahm

 Das Mehl mit den gemahlenen Mandeln, Backpulver und Natron vermischen. 

Eier mit Zucker schaumig ruehren, die weiche Butter und den Sauerrahm unterruehren, die Mehlmischung dazugeben und alles zu einem glatten Teig verruehren. 

Teig in die gefettete oder mit Papierfoermchen ausgelegte Muffinform fuellen. Danach die Mandelmasse aus dem Topf gleichmaessig darauf verteilen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 20-25 Minuten backen. 

Muffins etwa 5 Minuten im Blech ruhen lassen, dann aus der Form loesen und auf einem Kuchengitter erkalten lassen. 

Zum Schluss bereitet man die Fuellung vor:

1 Pck. Puddingpulver (Vanille oder Mandel)
500 ml Milch, 3,5 % Fett
4 EL Zucker
250g weiche Butter

Fuer die Fuellung den Pudding nach Packungsangabe mit der Milch und dem Zucker kochen, abkuehlen lassen, bis er lauwarm ist. Dabei hin und wieder umruehren, damit keine Haut entsteht. Oder man legt Frischhaltefolie auf die Puddingoberflaeche auf, doch dann dauert das abkuehlen etwas laenger.
Der Pudding und die Butter sollten in etwa die gleiche Temperatur haben. Nun abwechselnd mit dem Handmixer jeweils einen EL Pudding mit einem EL der weichen Butter verruehren bis beide Zutaten aufgebraucht sind (dauert eine Weile, doch wird echt lecker). Die Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntuelle fuellen fuer die die es edel moegen, man kann die Creme auch ganz einfach mit einem Loeffel * auf die untere Haelfte der Muffins auftragen und dann den oeberen Teil einfach draufsetzen. 

*Die Muffins mit einem scharfen Messer waagerecht durchschneiden und mit der Creme fuellen. 

Bis zum Verzehr im Kuehlschrank aufbewahren!


Ich finde diese passen auch zum Herbst :)

Viel Spass beim nachbacken!

xoxo J.

October 8, 2014

Stoppelfelder und Abendschoen

So viel Kaffee wie ich heute braeuchte kann ich gar nicht trinken. Es war eine sehr unruhige Nacht und ich war im sagen wir mal Zweistundentakt munter. Zuerst kam der Prinz in unser Bett (kurz nach Mitternacht), dann schnarchte er mir direkt ins Ohr (auf Grund seines Schnupfens) so das mir nur die Flucht ins Gaestezimmer blieb. Was bin ich froh, dass wir dieses haben. Als naechste wurde ich wach weil der kleine Loewe durchs Haus spazierte. Ihn habe ich dann mit ins Gaestebett genommen. Jetzt koennte man meinen alles waere gut, doch dann wurde ich wieder geweckt, da der Prinz durchs Haus schlich und mich suchte. Also ihn wieder ins Schlafzimmer verfrachtet, da war es schon halb vier in der Frueh *gaehn*.

Jetzt bin ich so durch den Wind, das ich mich zu nichts aufraffen kann und erst einmal gemuetlich etwas durch Netz spazierte. Und weil mir da so einige Bilder aufgefallen sind, habe ich gleich mal in meinen gewuehlt und bin auf diese vom Sommer gestossen, die mir so sehr gefallen und durch die Stoppelfelder auch gut zum Herbst passen.

Wir waren mal wieder bei meiner Schwaegerin und ihrem Mann, ein Ort in dem wir uns alle sehr Wohlfuehlen, eine Oase der Ruhe und Entspannung.


Ein unglaublich schoen angelegter Garten, gepflegt bis zur letzten Rasenspitze, ein kleines Paradies fern der Stadt.


Die Jungs lieben es vor allem die Fische zu fuettern. Es sind Goldfische die in verschiedenen Farben schimmern, wenn sie durchs Wasser gleiten und sich ueber ihre Happen freuen (und ich befuerchte sie muessen nach jedem Besuch erst mal auf Diaet gesetzt werden). 



Es ist frueher Abend und so machen wir uns auf zu einem kleinen Spaziergang vorbei an Stoppel- oder schon brachliegenden Feldern die ganz genau untersucht werden muessen. Jeder Stein ein Schatz, jede erkennbare Traktorspur die Entdeckung des Tages und dabei der kleine Loewe immer dem Prinzen hinterher.



Wir laufen durch ein kleines Stueckchen Wald, essen wilde Blau- und Himbeeren entdecken einfach die Schoenheit der Natur mit den Rabauken. Danach gehts wieder zurueck und wir sehen liebevoll angelegte Grundstuecke, die vor und hinter dem Zaum bepflanzt wurden. Ich wagte mir ein paar Bluemchen vom Wegesrand mitzunehmen und auch zwei von hinterm Gartenzaun, die ich mir dann zu Hause in die Vase stellte. 



Die Sonne ging unter und wir sassen noch eine Weile auf der Terrasse am Haus, haben scharf gegessen *schwitz* und den Abend in seinen Facetten einfach genossen. Abende wie diese mag ich und geniesse sie in vollen Zuegen und freu mich schon, wenn die Jungs etwas aelter sind und man ohne schlechtem Gewissen laenger bleiben kann - des Genusses wegen :)




xoxo J.

October 5, 2014

Ein fabelhaft regnerischer Herbsttag in Boston

Es ist Samstag und ich treffe mich mit der liebsten Freundin in Boston. Wir haben kein Ziel sondern lassen uns treiben und geniessen das Hier und Jetzt. Begleitet werden wir dabei von einem typischen Herbstwetter mit Nieselregen, dem wir jedoch mit Regenschirmen und unseren Kameras trotzen. 

Zuerst spazieren wir im Public Garden und werden von gar neugierigen Eichhoernchen beobachtet. Sie warten darauf etwas zu bekommen, ein Stueckchen Brot oder andere Leckereien. Dabei sollten sie all die Eicheln und Kastanien die die Natur ihnen jetzt zur Verfuegung stellt fuer den Winter sammeln und verstecken. Nur wie dem Urtrieb folgen, wenn der Mensch es "besser" weiss und staendig fuettert? Schade! Oder besser Traurig!

Jedoch freuen wir uns ueber Kastanien, eine Herbstfrucht die hier leider nur selten anzutreffen ist. Wir sammeln die leuchtend rot-braunen Fruechte, halten sie in der Hand und schauen uns diese tollen Maserungen auf dieser herrlich glatten Oberflaeche an. Sie liegen gut in der Hand und im Kopf habe ich sofort Ideen, was man alles damit machen koennte. Doch zuerst will ich sie meinen Jungs zeigen, ich glaube Kastanien kennen sie noch gar nicht.


Die Herbstfaerbung ist so gut wie noch gar nicht angekommen und so war der scheinbar einzig rot gefaerbte Ahorn das Fotomotiv ueberhaupt im PG.



Die Hochhaeuser werden von Hochnebel verschluckt und irgendwie koennte ich auf der Stelle Federweisser trinken und Zwiebelkuchen essen. Wir haben festgestellt, so schoen wie der Herbst hier auch farblich sein mag in Deutschland ist er irgendwie schoener. Nicht wirklich von den Farben her, der Indian Summer ist etwas ganz spektakulaeres. Doch das ganze drum herum wie z.B. die vielen tollen Herbstfeste egal ob Weinfeste, Erntedank- oder Zwiebelfest fehlen hier einfach. 


Es war nicht der ganze Tag verregnet und so konnten wir einen Grossteil einfach ganz in Ruhe ablaufen und sind so noch ein wenig durch den Common spaziert. Etwas was ich an Boston unglaublich mag ist, das es eine sehr gruene Stadt ist. Viele kleine und grosse Parkanlagen praegen das Stadtbild, oft kuenstlerisch noch auf die eine oder andere interessante Art verschoenert. 




Wir fanden noch einen zweiten Kastanienbaum und sammelten wieder diese Herbstschoenheiten. Als ich dann abends wieder zu Hause war und sie den Jungs gezeigt habe, musste ich sie des Streites wegen ganz genau aufteilen und seit dem sind sie die Truckladungen ihrer Baufahrzeuge. Kaum zu glauben wie sehr sie sich darueber freuten und mit welchen Ideen sie damit spielen.



Zum Kaffee im Park gab es Obsttoertchen (die wir besser hinbekommen haetten *raeusper*) und einen Regenguss. Und so sassen wir unter unseren Regenschirmen, tranken das koestliche Koffein, liessen uns die Toertchen schmecken waehrend es im Ruecken nass wurde und wilde Gaense meinten wir wuerden mit ihnen teilen. Doch das tun wir nicht, sondern wir beobachten sie und erfreuen uns an dem Tag, an der Ruhe und dem friedlichen Nichtstun und daran endlich mal wieder etwas Zeit fuereinander gehabt zu haben. Zeit fuer schoene Gespraeche, fuers miteinander lachen fuers fuereinander dasein. 



xoxo J.

linkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...